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03 Nov 2015

arvato Trendcheck: Paketpipeline vom Onlineshop bis zur Haustür – Päckchen rasen mit Highspeed durch den Untergrund

Sie könnte die Lösung aller Probleme moderner Postzustellung sein: Die gute alte Rohrpost, die vor allem im 19. Jahrhundert dazu genutzt wurde, kleine Behälter mittels Druckluft durch ein Röhrensystem zu schicken. Im Vereinigten Königreich arbeiten u.a. die britische Regierung, die Post und DHL gerade daran, diese Technik ins 21. Jahrhundert zu befördern.

Media_Logistics10_01.adaptive.768Päckchen jeder Form und Größe sollen künftig, so die Idee, mit Highspeed durch den Untergrund rasen und schneller, sicherer und sauberer an ihr Ziel kommen. Unbehelligt von den obligatorischen kilometerlangen Staus auf Englands Straßen, der Diebstahl- und Unfallgefahr oder Umweltzonen und Fahrverboten für LKWs, würde die Fracht durch die Pipelines geradewegs zu ihrem Empfänger flitzen. Erste Tests werden bereits durchgeführt.

Magnetschwebebahn-Technik verspricht Hochgeschwindigkeit

Anders als im 19. Jahrhundert setzen die Beteiligten beim Transport der Pakete allerdings nicht auf Druckluft, sondern auf Magnetismus. Kleine, computergesteuerte Waggons auf Schienen transportieren Paletten mit Gütern durch ein riesiges Netz von unterirdischen Pipelines. Ähnlich wie bei einer Magnetschwebebahn werden die Wagen durch das Zusammenspiel von Magnetfeld und Elektrizität angetrieben. Dadurch erreichen sie extrem hohe Geschwindigkeiten und kommen schnell und sicher ans Ziel. Auch können durch die neue Antriebstechnik größere Strecken zurückgelegt werden. Während die erste Stadtrohrpost, die 1853 in London eröffnet wurde, gerade einmal 200 Meter lang war und die Börse mit dem „Central Telegraph Office“ verband, könnte mit den neuen Pipelines Fracht ins gesamte Vereinigte Königreich verschickt werden. Dadurch könnten nicht nur städtische Ballungszentren beliefert werden, sondern auch weit abgelegene Gebiete, die sonst tagelang auf ihre Post warten müssten.

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Paketpipelines auch in USA und China

arvato Trendcheck: Paketpipeline vom Onlineshop bis zur Haustür: Päckchen rasen mit Highspeed durch den UntergrundDie Stadtrohrpost in London fand übrigens mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und den einhergehenden Bombardierungen ein jähes Ende. Spätere Versuche, ein neues unterirdisches Rohrnetz zu installieren, scheiterten, denn unter Tage war es durch die zahlreichen U-Bahn-Tunnel und unterirdischen Telefonleitungen einfach zu voll geworden. Der neuen Paket-Pipeline dagegen soll die Zukunft gehören, auch wenn es unter unseren Städten nicht gerade leerer geworden ist. Darum wird der wenige Platz unter der Erdoberfläche zentimetergenau ausgenutzt, damit die Hochgeschwindigkeitspäckchen nicht plötzlich einer U-Bahn in die Quere kommen. Erste Pläne gibt es bereits, diese neue Technik auch in den USA oder in China einzusetzen.

Einsatzmöglichkeiten bei arvato

Auch bei arvato hat man das Potenzial der schnellen und umweltschonenden Transportmethode durch Paketpipelines schon erkannt. So könnten die Highspeed-Päckchen z.B. im Geschäftsbereich arvato SCM Solutions, in dem es u.a. darum geht, Waren von Händlern für Kunden weltweit noch einfacher verfügbar zu machen, als Teil des Supply-Chain-Managements eingesetzt werden. Egal ob Handel, Filialen, B2C oder B2B – sollte sich die Paketpipeline durchsetzen, könnte arvatos flexibles Set-Up für alle Absatzkanäle künftig noch flexibler und komfortabler werden.

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