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16 Jun 2015

arvato unterstützt Programmieren für Jedermann

Welche Kompetenzen werden wohl 2020 auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein? Sprachen? Mit Sicherheit. In einer globalen Welt spielen interkulturelle Kompetenzen eine immer größere Rolle. Aber wie sieht es mit den Computersprachen aus!? Hier gibt es großen Nachholbedarf: In der schulischen Ausbildung spielt Informatik nach wie vor eine untergeordnete Rolle. „Java statt Latein“ lautet daher ein Vorschlag von arvato CEO Achim Berg. Denn wer programmieren kann, ist bereits heute für die Zukunft gerüstet.

Java statt Latein – findet Achim Berg

In den USA heißt es bereits heute schon “Coding is the new black” und man legt großen Wert darauf, dass Kinder lernen, wie man in HTML und CSS programmiert. Auch in Deutschland ist das Thema in den Fokus gerückt. In einem ntv-interview im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos im Januar stellte arvato CEO Achim Berg die folgende Frage: „Wir lehren Latein, aber warum in Gottes Namen lehren wir nicht Programmiersprachen wie PHP oder Java oder andere Themen, damit jeder Jugendliche weiß, wie man programmiert?“

Zum Video: http://www.wiwo.de/videos/n-tv/schueler-sollten-programmiersprachen-lernen/11272448.html

Obama unterstützt „Hour of Code“ – Initiative

Und mit dieser Ansicht ist er nicht allein. Auch US-Präsident Barack Obama unterstützt die Forderung von mehr Informatikunterricht an Schulen. Im Dezember 2014 wurde Barack Obama zum ersten Präsidenten, der eine Zeile Code geschrieben hat. Im Rahmen der Initiative „Hour of Code“, die Kinder von Informatik begeistern soll, schrieb der Coder-in-Chief die folgende Zeile: moveForward(100);

Dies war Teil einer Onlineübung von Code.org., einer amerikanischen Organisation, die Kindern programmieren beibringt. Die gemeinnützige Gesellschaft wird von tech superstars wie Bill Gates und Mark Zuckerberg unterstützt. Erst kürzlich hatte sich Code.org mit Disney Interactive zusammengetan und ein Tutorial kreiert, das junge Programmierer mit Hilfe von einfachen Programmierbefehlen die beiden „Frozen“-Schwestern Anna und Elsa Eisblumen und Schlittschuh-Linienmuster malen lässt. Auf diese Weise versuchen Code.org und Disney auch junge Mädchen vom Programmieren zu begeistern.

App-Workshops an deutschen Schulen

PROGRAMMIEREN SCHON IN DER SCHULE LERNEN © CONTRASTWERKSTATT – FOTOLIA.COM

PROGRAMMIEREN SCHON IN DER SCHULE LERNEN © CONTRASTWERKSTATT – FOTOLIA.COM

Auch in Deutschland haben viele Schulen bereits erkannt, wie wichtig es ist zu verstehen, wie digitale Produkte entstehen. Wir sind schließlich alle umgeben von Code und Algorithmen, deshalb sollten gerade junge Menschen diesen Bereich kennen lernen. Das Hamburger Start-up App Camps gibt App-Workshops an deutschen Schulen. Neben Grundkenntnissen der Informatik vermittelt der Workshop auch angewandtes Englisch. Von „pick a random item“ über „get text“ – IT-Fachbegriffe gehören einfach dazu.

Die Idee zu App Camps lieferte ein Sommerferien-Workshop 2013, den IT-Expertin Diana Knodel und ihr Mann Philipp für Schülerinnen organisiert hatten. „Wir wollten den Spaß am Programmieren weitergeben – als einmaliges Projekt in unserer Freizeit.“, sagt Knodel. Doch nachdem das ZDF darüber berichtete, kamen viele Anfragen von Schulen und Bildungsorganisationen und das Start-up App Camps war geboren, welches nun als Non-profit-Unternehmen Programmier-Workshops an möglichst alle deutschen Schulen bringen soll. Motto der Firma: We love to code.

Programmieren lernen innerhalb eines Tages

Doch auch als Erwachsener macht es durchaus Sinn sich mit digital literacy auseinanderzusetzen und keine Zeit ist keine Entschuldigung. Denn in London am Silicon Roundabout, dem Silicon Valley Großbritanniens, lockt das Start-up Decoded mit dem Versprechen, Programmieren innerhalb eines Tages zu lernen. Man bekommt nicht nur eine Einführung in die Evolution des Programmierens, sondern kreiert auch innerhalb von acht Stunden eine multi-platform location-based App in HTML5, CSS und JavaScript.

arvato ist auf der Suche nach guten Programmierern

Die Anzahl der Arbeitsstellen im herkömmlichen Dienstleistungssektor werden immer mehr abnehmen und die Anzahl der Stellen in der Informatik werden zunehmen. „Wer also programmieren kann, findet auf jeden Fall einen Job“, sagt Diana Knodel von App Camps. Programmieren und Informatik sind aber nicht nur für Informatiker wichtig, sondern sie schulen auch das Denken und die systematische Problemlösung.

Außerdem wird jeder in der Zukunft immer mehr IT Geräte bedienen müssen, und wenn möglich sollte man sich schnell auf neue Gegebenheiten in der IT anpassen können. Dies ist nicht nur wichtig für Firmen wie arvato, die immer nach den klügsten Köpfen suchen, sondern grundlegende Programmierfähigkeiten werden in Zukunft so wichtig sein, wie es heute die Fähigkeit ist, ein Auto zu fahren.

Sollte Informatik mehr in den Mittelpunkt des Lehrplans rücken? Ist Programmieren die Kernkompetenz der Zukunft? 

 


 

Bildquelle: © contrastwerkstatt – Fotolia.com

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