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19 Mar 2015

Connected Cars – Intelligente Dienstleistungen für die Autos von morgen

In ein paar Jahren wird unser Nachhauseweg womöglich folgendermaßen aussehen: Wir verlassen das Büro und ein fahrerloses Auto kommt vorgefahren, um uns abzuholen. Wir steigen ein und während wir uns entspannt nach Hause bringen lassen, hören wir Musik, streamen unsere Lieblingsserie oder informieren uns über das aktuelle Tagesgeschehen. Wir bemerken kaum, wie sich das Auto verlangsamt oder an Geschwindigkeit zulegt. Einige Autos um uns herum haben ebenfalls kein Lenkrad, andere haben Fahrer hinter dem Steuer. Hört sich an wie Science-Fiction? Google, aber auch deutsche Autobauer wie Mercedes Benz arbeiten bereits an einem fahrerlosen Auto und einige dieser Prototypen wurden auch schon auf dem Highway 101 im Silicon Valley gesichtet. Das Driverless Car ist jedoch nur Teil eines größeren Trends in der Automobilindustrie: Das sogenannte Connected Car ist das Auto der Zukunft. Es bringt Kommunikationstechnologien, Informationssysteme und Sicherheitstechnologien zusammen, um einen erhöhten Level an technischer Exzellenz sowie Automation zu gewährleisten.

Connected Cars – Intelligente Dienstleistungen für die Autos von morgen - © Mimi Potter  - Fotolia.com

Connected Cars – Intelligente Dienstleistungen für die Autos von morgen – © Mimi Potter – Fotolia.com

Smart, aufmerksam und sicher

Das Connected Car, das man als das Smartphone der Autoindustrie bezeichnen könnte, hat sieben anwendungsbezogene Funktions-Cluster: Mobilitätsmanagement, Fahrzeugmanagement, Entertainment, Well-being, Autonomes Fahren, Sicherheit, Home-Integration.

Wobei die Funktionen erhöhte Sicherheit, Frühwarnsysteme und smartere Navigation in einer Telefónica Studie von 73% der Befragten als die wichtigsten Funktionen genannt wurden.

Das Connected Car ist in der ersten Ausbaustufe schon heute Realität. Laut einer aktuellen Branchenstudie von McKinsey & Company mit dem Titel Connected Cars, kommt der Kauf eines Neufahrzeugs ohne Internetzugang für 13% der Befragten gar nicht mehr in Betracht. Grundlage ist eine repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung unter 2.000 Autokäufern in Deutschland, den USA, Brasilien und China sowie mehr als 30 Interviews mit Automobilherstellern, Zulieferern, Telekommunikations- und Halbleiterunternehmen. Fast alle Autohersteller arbeiten bereits an ihrer Version des Connected Cars. Laut aktueller Prognosen werden bis 2016 weltweit 210 Millionen Fahrzeuge miteinander vernetzt sein.

arvato sorgt für Vernetzung

Doch was bedeutet diese Entwicklung für arvato? Die Vernetzung von Autos ist ein interessantes Tätigkeitsfeld für innovative Dienstleistungsunternehmen. Künftig gilt es beispielsweise, Softwarefunktionen und Inhalte zu managen, diese zielgruppen- und fahrzeuggerecht zu verteilen und die immer größer werdende Flut an Daten auswertbar und monetarisierbar zu machen. Bei all diesen Themen steht arvato Corporate Information Management seinen Kunden zur Seite – ganz nach dem Motto „Smart Information Movers“. Die Zielkunden sind die heutigen Bestandskunden aus dem Premium-Segment, die ihre Kunden über die neuen Dienste künftig viel direkter ansprechen möchten. Die Angebote, die die Hersteller für ihre Endkunden schaffen, müssen international digital verwaltet, verteilt und abgerechnet werden. Im Vordergrund stehen Content-Management-Plattformen, deren weltweiter Roll-out, der Betrieb internationaler Webshops sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen, wie zum Beispiel die dazugehörige Zahlungsabwicklung. Der wichtigste Aspekt ist jedoch die Integration dieser neuen Lösungen in bereits bestehende Vertriebsprozesse der Automobil-Kunden. arvato transferiert sein Know-how aus den verschiedensten Branchen, etwa aus der Hightech-Industrie oder aus dem breiten Dienstleistungsspektrum, das u. a. CRM, SCM, IT und Finanzdienstleistungen umfasst. Beim Thema Connected Car kann es durchaus auf eine Konstellation herauslaufen, in der arvato sich um sämtliche Prozesse samt IT-Plattform kümmert und der B2B-Kunde lediglich den vereinbarten Umsatzanteil auf sein Geschäftskonto überwiesen bekommt. Dann reden wir von „Customer Interaction Business Processing Outsourcing“ in Reinform, wie arvato es bereits für einige große Kunden im Bereich Hightech realisiert.

Driverless Car © RioPatuca Images - Fotolia.com

Driverless Car © RioPatuca Images – Fotolia.com

arvato Corporate Information Management sieht sich dabei als Entwicklungspartner, der seine Kunden dahingehend berät, eine Plattformlösung zu schaffen, auf deren Basis er seine Geschäftsprozesse nachhaltig weiterentwickeln kann. Im besten Falle entwickelt arvato diese Plattformen nicht nur, sondern betreibt sie auch. Lösungen umfassen derzeit u.a. Cloud-basierte Lösungsszenarien, die eine weltweite Verfügbarkeit von Software und Inhalten skalierbar und zu einem nutzungsabhängigen Preismodell „pay per use“ ermöglichen. Ein weiteres Leistungsangebot ist die Realisierung von Webshops rund um das Thema Connected Car und die Abwicklung der sich daraus ergebenden weltweiten Zahlungsprozesse. Die Kunden profitieren dabei auch von arvatos internationalem Netzwerk mit Niederlassungen unter anderem in den Wachstumsmärkten wie China, Brasilien, Südafrika oder Indien.

Das Connected Car ist also schon längst keine ferne Zukunftsmusik mehr und auch das fahrerlose Auto viel mehr als nur Fiktion. Die smarten Fortbewegungsmittel werden jedoch nicht nur unsere Nutzung von Autos verändern, sondern auch die Beziehung zwischen dem Auto und uns Fahrern. Nicht umsonst hat Google seiner Driverless Car Software den Namen „Google Chauffeur“ gegeben.


Autoren: Enno Schummers, Gernot Wolf, Sandra Lehner
Bilder: © Mimi Potter – Fotolia.com und © RioPatuca Images – Fotolia.com

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