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20 Oct 2015

Geschichte multimedial erleben: arvato Systems digitalisiert wertvolles Kulturgut

Zum 1.000 jährigen Jubiläum ihrer Stadt erhalten die Leipziger ein ganz besonderes Geschenk: Wertvolle Erstausgaben bedeutender Komponisten, Noten, Bücher und Handschriften – unter anderem von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy – werden digital aufbereitet und für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 2013 lagert die kostbare Sammlung im Magazin der Stadtbibliothek Leipzig und war nur für einige wenige zugänglich.

„Aus dem Bestand der Musikbibliothek Peters, die insgesamt 24.000 Medien umfasst und weiteren Dokumenten und Fotos haben wir einige wichtige ausgewählt und digitalisiert“, erläutert Susanne Metz, Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken das Projekt. „Jetzt wird von arvato Systems alles multimedial aufbereitet und für die Präsentation auf einem Großbildschirm und im Internet gestaltet“. So wird die faszinierende Geschichte der Sammlung interaktiv erlebbar und spielerisch sichtbar gemacht.

Herausragende, international bekannte wissenschaftliche Spezialbibliothek

Die Auswahl der historischen Stücke dürfte den Verantwortlichen nicht leicht gefallen sein, schließlich ist die herausragende, international bekannte wissenschaftliche Spezialbibliothek ein Wahrzeichen des Leipziger Musik-, Verlags- und Bibliothekwesens. Allein im Gästebuch der Musikbibliothek Peters haben sich zahlreiche bedeutende Vertreter der nationalen und internationalen Musikwelt, wie z.B. die Komponisten Johannes Brahms, Edvard Grieg oder Richard Strauss verewigt. Neben dem Gästebuch wird natürlich auch die bewegte Geschichte der deutsch-jüdischen Familie Hinrichsen anhand vieler Fotos und Dokumente gezeigt. Die Familie Hinrichsen hatte die Sammlung von ihrem Gründer Dr. Max Abraham übernommen und wurde später von den Nationalsozialisten enteignet und ermordet. Im Jahr 2013 erwarb schließlich die Stadt Leipzig die Sammlung von den Erben der Familie.

Digitalisierungsprojekt mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken

„Die Geschichte der Musikbibliothek Peters und der Familie Hinrichsen hat mich tief beeindruckt“, sagt Matthias Moeller, Geschäftsführer von arvato Systems Perdata Leipzig. „Vor mehr als 100 Jahren haben Leipziger Bürger damit begonnen, wahre Schätze für die Öffentlichkeit zu sammeln. Das sollten unbedingt mehr Menschen wissen, deshalb ist uns die Entscheidung leicht gefallen, dieses Digitalisierungsprojekt mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken durchzuführen. Wir helfen gern dabei, die sehr wertvollen Exponate und die einzigartige Geschichte sichtbar zu machen. Unserer besonderen Verbundenheit mit Stadt und Standort Leipzig wollen wir gern mit diesem nachhaltigen Projekt zum 1.000-jährigen Jubiläum Leipzigs Ausdruck verleihen.“

Ziel der Digitalisierung ist es, den Leipzigerinnen und Leipzigern und ihren Gästen durch die multimediale Präsentation die enge Verbindung jüdischer Geschichte in Leipzig mit der Musik- und Verlagsgeschichte der Stadt zu vermitteln. „Gerade das junge Publikum ist uns dabei wichtig. Wir hoffen, durch diese moderne Präsentationsform auch Schülerinnen und Schüler zu erreichen. So werden wir dem Anspruch gerecht, das kulturelle Erbe in die Zukunft zu tragen“, betont Susanne Metz, Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken.

Die Präsentation wird in Deutsch und Englisch erarbeitet. Sie wird ab Ende des Jahres auf einem Großbildschirm in der Leipziger Stadtbibliothek zu sehen sein und kann darüber hinaus auch über die Website der Leipziger Städtischen Bibliotheken abgerufen werden. Im November soll das Geschenk in einer Festveranstaltung der Stadt Leipzig übergeben werden.

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