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30 Mar 2015

Ibrahim Mazari: “Blogs sind ideal, um Themen zu besetzen und sich als Unternehmen mit seiner Expertise zu positionieren”

Storytelling-Experten im Gespräch (Nr. 9/2015)

Ibrahim Mazari ist Soziologe, Psychologe und als PR-Berater mit Schwerpunkt Digitales für das Kölner Unternehmen dimedis tätig. Mit mir hat er über seine Blog-Erfahrungen sowie seine Expertise zum Thema Gamification gesprochen.

Ibrahim Mazari ist Soziologe, Psychologe und als PR-Berater mit Schwerpunkt Digitales

Ibrahim Mazari ist Soziologe, Psychologe und als PR-Berater mit Schwerpunkt Digitales

Luisa Busemann: Wie lange und für welche Blogs schreiben Sie?

Ibrahim Mazari: Ich betreibe seit 2012 meinen Blog digitale-spielwiese.org, in dem ich mich mit Themen rund um Games und Gamification beschäftige. Zudem bin ich für den Unternehmensblog des Softwareunternehmens dimedis zuständig. Ich habe diesen Blog initiiert und koordiniere die Inhalte. Ich schreibe da Beiträge rund um die Themen Digital Signage und Einlasslösungen für Messen, aber auch über Allgemeines aus dem Unternehmen und der weiten Welt der digitalen Transformation.

Luisa Busemann: Für welche Themengebiete interessieren Sie sich?

Ibrahim Mazari: Ich interessiere mich für Themen, die etwas mit der digitalen Transformation unserer Welt zu tun haben. Auf der einen Seite digitale Spiele und Gamification als Instrument der Digitalisierung von Prozessen, auf der anderen Seite mit branchenspezifischen Themen wie Digitale Werbeflächen (Digital Signage) und digitales Besucher- und Eventmanagement.

Luisa Busemann: Was sagen Sie zum Thema B2B und Blogging? Warum brauchen B2B-Unternehmen Blogs?

Ibrahim Mazari: Blogs sind ideal, um Themen zu besetzen und sich als Unternehmen mit seiner Expertise zu positionieren. Im Mittelpunkt steht ein dialogischer Ansatz, aber alleine die Möglichkeit sich über B2B-Themen ausführlich äußern zu können und so mehr wahrgenommen zu werden, lohnt den Aufwand.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei Suchen durch Blogeinträge einfacher gefunden wird als etwa über die Unternehmens- oder Produktseite, selbst wenn man da auf eine gute SEO achtet.

Je stärker man eine Nische besetzt, umso schneller ist man mit dem Blog sichtbar. Neben der Themenführerschaft stehen beim Bloggen auch „weiche“ Faktoren im Mittelpunkt, etwa sich als attraktiver Arbeitgeber vorzustellen und das Unternehmen und seine Menschen zu präsentieren, in einer lockeren Art und Weise.

Luisa Busemann: Wie viele Leute schreiben für „Die digitale Spielwiese“? Auf was wird besonders viel Wert gelegt?

Ibrahim Mazari: Beim Blog www.digitale-spielwiese.org schreibe ich alleine, manchmal interviewe ich Experten zu Themen. Dort poste ich, was mich beschäftigt und was ich im Bereich Gaming und Gamification für relevant erachte. Leider komme ich zu selten dazu, Inhalte einzustellen, aber ich versuche eine Taktung von mindestens einem Beitrag pro Monat einzuhalten.

Luisa Busemann: Gibt es eine Content-Strategie für das Blog sowie einen Redaktionsplan mit dem gearbeitet wird?

Ibrahim Mazari: Ja, ich habe einen Redaktionsplan, der etwa relevante Events (Messen, Releases) abdeckt, es gibt aber auch oft spontane Postings.

Luisa Busemann: Wie werden Inhalte relevant und sinnvoll für den Nutzer?

Ibrahim Mazari: Indem sie Mehrwert bieten und Antworten geben auf drängende Fragen. Dabei geht es um Tipps, wie man etwas umsetzen kann (etwa bei Gamification). Diese konkreten Hilfen sind ideal, um Kunden zu gewinnen. Weiter sind Inhalte relevant, die einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in einer Branche geben, so dass man auf dem Laufenden ist.

Luisa Busemann: Welche Rolle spielt die Kundenzufriedenheit bei der Erarbeitung des Inhalts?

Ibrahim Mazari: Blogbeiträge können auch Projekte behandeln, die nicht so gut verlaufen. Das erfordert zwar Mut, lohnt sich aber, weil man durch die Fehler lernt und dieses Wissen bei neuen Projekten gewinnbringend nutzen kann. Blogbeiträge dürfen keine Werbung sein, sondern sollen sachlich darüber berichten, was man weiß, macht und denkt.

Luisa Busemann: Haben Sie ein Beispiel für guten Content? Was „geht“ am besten?

Ibrahim Mazari: Guter Content ist alles, was sich an den Nachrichtenfaktoren anleht: Gut geht immer Aktuelles, Kontroverses, Zahlen und Fakten, Trends, Tipps&Tricks.

Luisa Busemann: Wie wird eine Marke / Dienstleistung mit guten Inhalten / Geschichten gestärkt?

Ibrahim Mazari: Eine Marke ist ein Qualitätsversprechen, das oft diffus ist. Content Marketing über ein Blog füllt dieses Versprechen mit konkreten Geschichten und Gesichtern. Wissen, Erlebtes, Erfolge und Herausforderungen werden mit der Marke verknüpft, so dass Blogs ideal sind, um eine Marke mit Leben zu füllen.

Luisa Busemann: Gibt es eine B2B-Blogging-Community?

Ibrahim Mazari: Es gibt in den PR-Verbänden (Bundesverband Deutscher Pressesprecher z.B.) Arbeitskreise und Foren, in denen man sich austauscht. Denke da ist das auch gut aufgehoben, wobei es durchaus noch einiges zu tun gibt, bis alle Unternehmen die Vorteile des Bloggens für sich entdeckt haben werden.

Ich kenne auf XING eine interessante Gruppe, in der man auf Blogger in Unternehmen trifft: https://www.xing.com/communities/groups/b2b-social-media-ad63-1069185

Luisa Busemann: Vielen Dank!

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